OpenAirKino Spandau

King Richard

Beschreibung

Emotionales Biopic über Richard Williams, der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, damit seine Töchter Serena und Venus Tennis-Stars werden können. Der Mann auf der Leinwand ist nicht der Will Smith, den man kennt als den magnetischen Superstar in Blockbustern wie "Men in Black" oder "Aladdin". Es ist der Will Smith, wie man ihn vor genau 20 Jahren erlebt hat, als er für Michael Mann als Muhammad Ali in seiner mit Abstand besten darstellerischen Leistung vor der Kamera stand. Uneitel, in seiner Rolle verschwindend, nur im Dienste des Filmes stehend. Vielleicht ist der Auftritt als Richard Williams noch bedeutender. Bei "Ali" konnte Smith stets seine Starpower anzapfen, sein Charisma ausspielen. Aber King Richard, wie der Vater von Venus und Serena Williams, den beiden wichtigsten Tennisspielerinnen der letzten 25 Jahre, genannt wird, ist kein Sympathieträger per se. Eher im Gegenteil: Die Welt hat ihn kennenlernen dürfen als streitlustig, streng, exzentrisch - ein schwieriger und komplexer Mann nicht ohne innere Dämonen und negative Seiten, aber eben auch ein unnachgiebiger Löwe, wenn es darum ging, seine Töchter zu beschützen und ihre Karrieren voranzutreiben. Viel Fingerspitzengefühl muss man mitbringen als Schauspieler, um diesen ganz eigenen Menschen zu spielen, ein Balanceakt, ihn einerseits sympathisch zu zeichnen, ohne einen Heiligen aus ihm zu machen, auf der anderen Seite seine negative Ader nicht auszuklammern, ohne ihn unsympathisch erscheinen zu lassen. Insofern ist es eine Meisterleistung, die Smith da hinlegt, der sich auch äußerlich und sprachlich seiner Figur auf verblüffende Weise an Richard Williams annähert, der seine Familie aus der Armut im von Gangs verseuchten Compton führt und dabei auf einen legendären 85-seitigen Plan zurückgreift, den er vor der Geburt von Venus und Serena zurechtgelegt hatte und in dem er festhielt, wie er aus seinen künftigen Töchtern Weltstars im Tennis werden ließ. 

Laufzeit: 145 Min.

FSK: ab 12 Jahren